DESI: Finnland und die Niederlande führend in Europa bei digitalen Grundkenntnissen, aber es bleibt noch viel zu tun

Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) gibt Aufschluss über die digitale Leistung und den Fortschritt in Europa. Innerhalb des Kontinents sind Finnland und die Niederlande führend bei den digitalen Grundkenntnissen, während viele Mitgliedstaaten Schwierigkeiten haben, Lücken bei den digitalen Kompetenzen zu schließen.

Jasper Spanjaart am 31. Januar 2023 Durchschnittliche Lesezeit: 3 Minuten
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DESI: Finnland und die Niederlande führend in Europa bei digitalen Grundkenntnissen, aber es bleibt noch viel zu tun

Die digitale Transformation ist wohl eines der meistgenutzten Wörter der letzten zehn bis zwanzig Jahre - aber es gibt einen Grund dafür, wie ein Bericht der Europäischen Kommission zeigt. Im Sommer 2022 veröffentlichte die Europäische Kommission die neuen Ergebnisse des Digital Economy and Society Index (DESI) 2022, der die digitale Leistung Europas und die Fortschritte der EU-Länder jedes Jahr verfolgt und die Länder anhand von vier verschiedenen Elementen bewertet: Humankapital, Konnektivität, Integration digitaler Technologien und schließlich digitale öffentliche Dienste.

Die 26%-Kluft

Es überrascht vielleicht nicht, dass der Index große Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten aufzeigt. Die Daten des DESI-Berichts 2022 zeigen, dass nur 54 % der Europäer im Alter zwischen 16 und 74 Jahren zumindest über grundlegende digitale Fähigkeiten verfügen. Das Ziel der Europäischen Kommission für die digitale Dekade lautet hingegen "mindestens 80 % der Bürger bis 2030". Das bedeutet, dass Europa innerhalb der nächsten sieben Jahre eine kontinentweite Lücke von 26 % schließen muss.

Finnland und die Niederlande sind die Vorreiter

Bei den "mindestens grundlegenden digitalen Fertigkeiten" liegen Finnland und die Niederlande mit 79 % klar an der Spitze. Am anderen Ende des Spektrums liegen Bulgarien und Rumänien mit 31 % bzw. 28 %. Das bedeutet, dass sie ihre derzeitigen digitalen Fähigkeiten innerhalb von sieben Jahren mehr als verdoppeln müssten, um die angestrebten 80 % bis 2030 auch nur annähernd zu erreichen.

"Selbst dort liegt der Einsatz modernster digitaler Technologien noch bei 30 % und damit weit hinter dem Ziel von 75 %.

In dem Bericht werden zwar Finnland, Dänemark, die Niederlande und Schweden als Spitzenreiter genannt, doch auch diese Länder haben noch viel zu tun, wenn sie ein weiteres Ziel erreichen wollen, das auf künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data beruht. "Selbst dort liegt der Einsatz digitaler Spitzentechnologien wie KI und Big Data noch bei etwa 30 % und damit weit hinter dem Ziel von 75 %, das für das digitale Jahrzehnt 2030 gesetzt wurde. Dies ist zum Teil auch auf den erheblichen Fachkräftemangel zurückzuführen, der den Fortschritt insgesamt behindert und zu einer digitalen Ausgrenzung führt."

Es ist ein entscheidender Schritt erforderlich".

Mit anderen Worten: Es gibt überall auf dem Kontinent etwas zu tun. "Ein echter digitaler Wandel erfordert einen entscheidenden Schritt nach vorn beim Erwerb digitaler Kompetenzen durch die Bürger", heißt es in dem Bericht. "Menschen ohne die notwendigen digitalen Fähigkeiten laufen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten, wenn digitale Technologien zu einem notwendigen Bestandteil des täglichen Lebens und der Teilhabe an der Gesellschaft werden."

"Die EU verbessert ihren Digitalisierungsgrad weiter, und die Mitgliedstaaten, die auf einem niedrigeren Niveau begonnen haben, holen allmählich auf, indem sie schneller expandieren."

Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten. Der Bericht stellt fest, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten bei der digitalen Transformation tatsächlich Fortschritte macht. "Die EU verbessert ihren Digitalisierungsgrad weiter, und die Mitgliedstaaten, die auf einem niedrigeren Niveau begonnen haben, holen allmählich auf, indem sie schneller expandieren. Insbesondere Italien, Polen und Griechenland haben ihre DESI-Bewertung in den letzten fünf Jahren deutlich verbessert, indem sie konsequent investiert und ihren politischen Fokus auf digitale Technologien geschärft haben, was auch durch europäische Fördermittel unterstützt wurde."

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Chefredakteurin und Autorin bei ToTalent.eu
Chefredakteur und Autor für die europäische Total Talent Acquisition-Plattform ToTalent.eu.
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